Stephen King – einer der brillantesten Horrorautoren der Welt

Dass Stephen King für einen großen Teil seiner Romane Maine als Hauptschauplatz gewählt hat, ist kein Zufall. Denn der bekannte Bestsellerautor erblickte in diesem Bundesstaat am 21. September 1947 das Licht der Welt. Sein voller Name lautet Stephen Edwin King. Im folgenden Artikel gehe ich näher auf seine Biografie und auf einige interessante Fakten über seine Persönlichkeit ein.

seine Kindheit und Jugend

Der Vater des Horrorautors, Donald Ewin King, war Soldat und Matrose. Seine Mutter (die 1973 gestorben ist) hieß Nellie Ruth King. Die Heirat seiner Eltern fand bereits acht Jahre vor seiner Geburt zu Beginn des Zweiten Weltkriegs statt. Leider ist sein Vater im Jahr 1949 weggezogen. Dies geschah, indem sein Vater Zigaretten kaufte und plötzlich nicht mehr zurückkehrte. Seine Mutter zog ihn und seinen im Jahr 1945 geborenen Bruder alleine auf. Dabei hielt sie sich mit verschiedenen kleinen Jobs über Wasser.

Der King of Horror nahm seine größte Inspiration für seine Geschichten nach eigenen Angaben aus einem „Schatz“ auf dem Dachboden seines Vaters (welcher Hobbyschriftsteller war). Dieses sogenannte „Schatzkästlein“ enthielt einige Romane aus den 40er Jahren (wie z. B. The Lurking Fear von H. P. Lovecraft). Die ersten Storys aus Kings Feder entstanden bereits in seinem siebten Lebensjahr. Seine Vorliebe für düstere Horrorgeschichten entwickelte sich bei ihm im Jugendalter. Zu seinen Lieblingsautoren zählte Richard Matheson.

Dies geschah zwischen Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre.  In diesem Zeitraum (im Jahr 1958) zog er mit seiner Familie nach Durham und entwickelte eine Vorliebe für Horror- und Sci-Fi-Filme. Diese Filme sah er sich im Kino an. Die wundersame Dachbodenkiste mit den Romanen fand er im Jahr 1960, was für den jungen King wie eine „Offenbarung“ war.

Die Thematik von Kindern, die ausgegrenzt werden, wie z. B. in „Amok“ und in „Carrie“ kommt nicht von ungefähr. Denn der heutige Bestsellerautor war in seiner Kindheit ebenfalls ein ängstlicher Sonderling mit Komplexen. Diese Probleme verarbeitete er in seinen Romanen.

Stephen King im jungen Erwachsenenalter

Zwischen Mitte und Ende der 1960er Jahre intensivierte er seine Schreibarbeit. Es erschienen verschiedene Geschichten sowie sein erster Roman mit dem Namen „Amok“. Für seine eingeschickten Texte hagelte es Absagen, was ihn an seinem Talent zweifeln ließ.
Das Jahr 1970 stellt jedoch einen positiven Wendepunkt in seinem Leben dar. Denn in besagtem Jahr lernte er seine spätere Frau Tabitha kennen, die er im Januar 1971 heiratete. Im Jahr 1971 sowie darauffolgenden Jahr werden seine Kinder Naomi sowie Joseph geboren. In diesem Jahr beginnt er seine Arbeit an dem Roman „Carrie“, welcher 1974 veröffentlicht wurde. Im Jahr 1973 hat er einen tragischen Verlust zu beklagen. Denn da stirbt seine Mutter an Krebs.
Im Jahr 1976 wendet sich das Blatt für ihn drastisch. Sein Werk „Carrie“ wird verfilmt und der urplötzliche Erfolg des Kinofilms macht ihn auf einen Schlag berühmt.

Die 1980er Jahre waren geprägt von weiteren Erfolgserlebnissen für den jungen King, der mittlerweile über 30 Jahre alt wurde. Dazu zählen die Verleihung des WORLD FANTASY AWARDS an ihn im Herbst 1980 sowie ein Jahr später der Erhalt eines akademischen Ehrentitels.
Mit Beginn des Jahres 1980 zieht er mit seiner Familie nach Bangor, wo sie ein viktorianisches Haus bewohnten. Weitere Auszeichnungen erhält er, als er im Jahr 1982 zusammen mit Peter Straub an „Der Talisman“ arbeitete. Das Jahr 1985 verläuft für ihn jedoch nicht mehr so rosig, als er ein Jahr lang unter einer Schreibblockade litt.
1989 tritt seine musikalische Ader zutage, als er mit anderen Schriftstellern die Band „Rock Bottom Remainders“ gründete. Er spielt hier die E-Gitarre. 3 Jahre später hat die Band in Kalifornien ihren ersten Auftritt.

Das Pseudonym Richard Bachmann

Bei vielen Romanen des Masters of Horror (wie z. B. Sprengstoff, Menschenjagd und Todesmarsch) ist als Autor der Name Richard Bachmann angeben. Insgesamt hat er sieben Werke unter dem Namen veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Pseudonym, dass er sich ausdachte, um den Markt nicht mit seinem Namen zu überschwemmen. Zudem wollte er schauen, ob der Erfolg ausschließlich mit seinem Namen oder mit dem künstlerischen Wert seiner Bücher zusammenhängt. Aber auch hier war der Erfolg verblüffend. Denn trotz des unbekannten Pseudonyms kletterten die Verkaufszahlen nach oben. Als bekannt wurde, dass sein Name sich hinter dem Pseudonym verbirgt, gehen die Verkäufe komplett durch die Decke. Das Geheimnis deckte die Tageszeitung „Banger Daily News“ auf. Im Jahr 1985 wurden alle unter dem Namen Bachmann publizierten Werke zu Bestsellern.

Der dunkle Turm – das bisher größte Werk des Meisters

Bei „Der dunkle Turm“ handelt es sich um eine Fantasy-Buchreihe mit insgesamt acht Bänden. Im Mittelpunkt der Story steht der Revolvermann Roland, welcher durch verschiedene düstere Welten reist.
Die Namen der Bände lauten:
• Schwarz
• Drei
• Tot
• Glas
• Wolfsmond
• Susannah
• Der Turm
• Wind
Zudem gibt es einige Werke von King, die Elemente der Turm-Saga enthalten. Dazu gehören zum Beispiel „Atlantis“ sowie „das Bild“. Zudem wurde die Reihe im Jahr 2017 unter dem Namen „Der dunkle Turm“ verfilmt.

Funfacts über Stephen King

Wer bisher dachte, dass Stephen King ein ausschließlich geradliniges Leben als erfolgreicher Schriftsteller führt, wird sich wundern, mit welchen Aktionen er so manche Furore verursacht hat.

So stellte er im Jahr 2000 seine Kurzgeschichte „Riding the Bullet“ zum Download ins Netz. Mehr als 700.000 Leser klickten auf den Downloadlink. Im Nachgang empörte er sich jedoch darüber, dass viele Menschen sich eher für den Download an sich als für die Geschichte interessierten.

Was jedoch deutlich gravierender war, waren seine Alkohol- und Drogenprobleme. Er begann schon sehr früh viel Alkohol zu konsumieren, was immer drastischere Züge annahm. Mitte der 80er Jahre hatte er mit einer Alkohol- als auch Drogensucht zu kämpfen. Er nahm regelmäßig Kokain. Der einzige Weg war dann schließlich der Aufenthalt in einer Entzugsklinik.

Im Sommer 1999 folgte die nächste Katastrophe. An einem lauschigen Junitag ging er in Lovell (Maine) spazieren und wurde von einem Kleinbus angefahren. Dabei trug er schlimme Verletzungen davon und musste drei Wochen im Krankenhaus verbringen. Eine regionale Zeitung berichtete daraufhin von seinem angeblichen Tod, obwohl er noch lebte. In dieser Zeit entstand sein Roman „Duddits“.

Der Autor ist ein absoluter Gegner von Donald Trump und seiner Politik. Er äußert sich regelmäßig zum politischen Tagesgeschehen auf seinem X-Kanal. Zudem kritisiert er Putin und den russischen Überfall auf die Ukraine.

Er ist ein großer Fan von Rockmusik, insbesondere von AC/DC und ZZ Top. Auch in seinen Romanen werden oft verschiedene Rockbands, wie z. B. CCR oder REO Speedwagon, als Begleitmusik auf einer Autofahrt erwähnt. Dieser Fakt ist auch ein Grund, weshalb ich  ein großer Fan von Stephen King bin. Denn ich liebe Rockmusik und Heavy Metal über alles ;).

Daher hat Stephen King es sich nicht nehmen lassen, gleich drei (!!) Radiosender namens WKIT-FM, WZLO-FM sowie WZON-AM zu gründen. Doch es wird noch obskurer.

Wie ich ja bereits oben geschrieben hatte, wurde er im Juni 1999 Opfer eines schweren Autounfalls. Später erstand er den Van, der ihm fast das Leben gekostet hatte, für 1.500 Dollar. Sein fahrbarer Untersatz hat also so seine ganz eigene Geschichte ;).

Zum guter Letzter möchte ich noch erwähnen, dass er nicht der einzige Schriftsteller in der Familie ist. Auch seine Söhne sowie seine Frau Tabitha sind eifrige Schreiberlinge.

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